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Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung von CraftTandem durch Handwerksbetriebe, Dienstleister und Auftraggeber.

EntwurfStand: 4. Oktober 2026

Dieses Dokument ist ein sorgfältig vorbereiteter Entwurf und wird vor dem Produktivstart juristisch geprüft. Mit eckigen Klammern markierte Angaben sind Platzhalter und werden vor Veröffentlichung durch die echten Betreiberdaten ersetzt.

  • 1. Geltungsbereich und Vertragspartner
  • 2. Leistungsbeschreibung
  • 3. Registrierung und Konto
  • 4. Pflichten der Nutzer
  • 5. Verfügbarkeit und Wartung
  • 6. Entgelte und Zahlung
  • 7. KI-gestützte Funktionen und Agenten-Schnittstellen
  • 8. Haftung
  • 9. Laufzeit und Kündigung
  • 10. Änderungen der AGB und der Preise
  • 11. Widerrufsrecht für Verbraucher
  • 12. Schlussbestimmungen

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform CraftTandem (nachfolgend: Plattform) durch registrierte Handwerksbetriebe und Dienstleister (nachfolgend: Betriebe) sowie durch private und gewerbliche Auftraggeber (nachfolgend: Kunden).

Vertragspartner ist der im Impressum genannte Anbieter. Abweichende Bedingungen der Nutzer werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

Die Plattform richtet sich an Betriebe mit Sitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Für Schweizer Betriebe gilt: Die Kontoführung und die Vermittlung von Anfragen stehen zur Verfügung; die Ausstellung von Rechnungen nach Schweizer Mehrwertsteuerrecht wird gesondert freigeschaltet.

2. Leistungsbeschreibung

Die Plattform stellt digitale Werkzeuge bereit, mit denen Kunden Handwerksanfragen strukturiert erfassen und deren Bearbeitungsstand über einen privaten Statuslink verfolgen können und mit denen Betriebe Anfragen, Termine, Angebots- und Rechnungsentwürfe sowie ihre Betriebsdaten verwalten können.

Die Plattform vermittelt die Kommunikation zwischen Kunden und Betrieben. Der Anbieter wird nicht selbst Vertragspartner der zwischen Kunden und Betrieben geschlossenen Werk- oder Dienstverträge und schuldet keinen Vermittlungserfolg.

Einzelne Funktionen nutzen KI-gestützte Assistenten, die ausschließlich unverbindliche Entwürfe erstellen. Jeder Entwurf muss vor Verwendung durch einen Menschen geprüft und freigegeben werden. Rechtlich bindende Erklärungen entstehen erst durch die menschliche Freigabe.

Rechnungsbezogene Funktionen umfassen derzeit Entwürfe, Prüfungen (Readiness-Checks) und Nummernreservierung. Eine rechtsverbindliche Finalisierung oder Übermittlung von Rechnungen über die Plattform erfolgt erst nach gesonderter Freischaltung der jeweiligen Funktion.

3. Registrierung und Konto

Die Nutzung personalisierter Funktionen setzt eine Registrierung voraus. Die bei der Registrierung abgefragten Daten sind vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben und bei Änderungen aktuell zu halten.

Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer informiert den Anbieter unverzüglich, wenn Anhaltspunkte für einen Missbrauch des Kontos bestehen.

Ein Anspruch auf Registrierung besteht nicht. Der Anbieter kann Konten bei Verstoß gegen diese AGB oder gesetzliche Vorschriften sperren.

Zum Schutz des Kontos steht eine freiwillige Zwei-Faktor-Anmeldung (TOTP per Authenticator-App) zur Verfügung, soweit sie in der jeweiligen Umgebung aktiviert ist.

4. Pflichten der Nutzer

Nutzer dürfen die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze nutzen. Untersagt sind insbesondere die Eingabe rechtswidriger Inhalte, die Verletzung von Rechten Dritter, die missbräuchliche Nutzung der Kommunikations- und Anfragefunktionen sowie Eingriffe in die technische Infrastruktur.

Betriebe sind für die Richtigkeit ihrer Angaben, insbesondere zu Qualifikationen, Berechtigungen und Preisen, selbst verantwortlich. Rechnungs- und steuerrelevante Pflichten verbleiben beim jeweiligen Betrieb.

Hochgeladene Dateien dürfen keine Schadsoftware enthalten. Der Anbieter darf Anhänge automatisiert auf Schadsoftware prüfen und auffällige Dateien blockieren oder in Quarantäne nehmen.

5. Verfügbarkeit und Wartung

Der Anbieter erbringt die Plattformleistungen mit angemessener Sorgfalt und strebt eine hohe Verfügbarkeit an. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nur zugesagt, soweit sie in einem kostenpflichtigen Tarif ausdrücklich vereinbart ist: [Verfügbarkeitszusage, z. B. 99,5 % im Monatsmittel].

Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und rechtzeitig angekündigt. Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Ausfälle, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, insbesondere höhere Gewalt und Störungen außerhalb seines Einflussbereichs.

6. Entgelte und Zahlung

Für Kunden ist das Erstellen von Anfragen kostenfrei, soweit nicht ausdrücklich anders ausgewiesen.

Für Betriebe ist die Nutzung der Plattform derzeit kostenfrei; es werden aktuell keine Lead-Gebühren, Provisionen oder Abonnemententgelte berechnet.

Der Anbieter behält sich vor, künftig Entgelte für Betriebe einzuführen, insbesondere eine Lead-Gebühr, die erst mit der Annahme einer Anfrage durch den Betrieb anfällt. Die Höhe ergibt sich aus der bei Einführung ausgewiesenen Preisliste und kann sich unter anderem nach Region (Postleitzahl-Gebiet), Land und Gewerk unterscheiden. Das Ablehnen oder Nichtbeantworten von Anfragen ist stets kostenfrei.

Die Einführung oder Änderung von Entgelten wird nach Ziffer 10 mindestens sechs Wochen vorher in Textform angekündigt. Alle Preise verstehen sich, soweit nicht anders angegeben, in der für das jeweilige Land ausgewiesenen Währung (EUR bzw. CHF) und zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer beziehungsweise Mehrwertsteuer.

Bei Zahlungsverzug mahnt der Anbieter in Stufen (Zahlungserinnerung, letzte Mahnung) und kann das Konto anschließend in einen eingeschränkten Modus versetzen. In diesem Modus können keine neuen Anfragen angenommen werden; das Ablehnen von Anfragen, der Zugriff auf bestehende Daten und der Datenexport bleiben möglich. Die Einschränkung wird aufgehoben, sobald die offenen Entgelte vollständig beglichen sind.

Wird eine Lead-Gebühr eingeführt, stellt der Anbieter dem Betrieb darüber eine Rechnung im hybriden Format Factur-X/ZUGFeRD (PDF mit eingebetteter, maschinenlesbarer Rechnung nach EN 16931). Sämtliche Rechnungen stehen dem Betrieb in seinem Konto dauerhaft und jederzeit zum Herunterladen bereit - auch rückwirkend für zurückliegende Abrechnungszeiträume und unabhängig davon, ob eine Benachrichtigung per E-Mail zugestellt wurde. Eine Stornierung erfolgt als eigenständige Gutschrift mit eigener Belegnummer; die ursprüngliche Rechnung bleibt unverändert erhalten.

7. KI-gestützte Funktionen und Agenten-Schnittstellen

KI-gestützte Funktionen der Plattform erstellen ausschließlich Entwürfe und Vorschläge, etwa für Anfragebeschreibungen, Nachrichten, faire Angebote oder Rechnungspositionen. Sie treffen keine Entscheidung mit rechtlicher Wirkung gegenüber Nutzern und lösen von sich aus keine Handlung mit Wirkung nach außen aus.

Ein Entwurf wird erst verwendet, wenn ein Mensch ihn freigibt. Wer einen Entwurf versendet, speichert oder einem Vertrag zugrunde legt, prüft ihn vorher auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Eignung für den konkreten Fall. Preisempfehlungen und Kalkulationshinweise sind unverbindlich und ersetzen keine eigene kaufmännische Prüfung.

KI-generierte Entwürfe können unvollständig, veraltet oder fehlerhaft sein und fallen bei gleicher Eingabe nicht immer gleich aus. Sie sind keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzen nicht die Prüfung durch eine dafür qualifizierte Person.

Den Versand von Nachrichten an Kunden, die Bestätigung von Preisen, die Finalisierung von Rechnungen, Zahlungen und Löschungen führt die Plattform nie allein auf Grundlage einer KI-Ausgabe aus. Diese Aktionen erfordern stets die ausdrückliche Freigabe eines berechtigten Nutzers; die Freigabe wird protokolliert.

KI-generierte Entwürfe sind in der Plattform als solche gekennzeichnet (Art. 50 der Verordnung (EU) 2024/1689, KI-Verordnung). Inhalte, die Nutzer selbst eingeben oder hochladen, werden nicht als KI-generiert gekennzeichnet. Verwendet ein Betrieb freigegebene Entwürfe gegenüber Dritten, erfüllt er die Transparenzpflichten, die ihn dabei selbst treffen.

Betriebe können eigenen Software-Agenten über die dokumentierten Schnittstellen (REST-Schnittstelle, MCP-Schnittstelle und Kommandozeile) Zugriff auf ihre eigenen Daten geben. Der Zugriff erfolgt ausschließlich mit API-Schlüsseln, die ein berechtigter Nutzer nach erneuter Bestätigung seiner Anmeldung selbst erzeugt, mit festgelegten Berechtigungen und einem Ablaufdatum. Jeder Aufruf unterliegt denselben Berechtigungs-, Mandanten-, Kontingent- und Protokollierungsregeln wie die Nutzung der Oberfläche. Ein API-Schlüssel kann weder weitere Schlüssel erzeugen noch Freigaben erteilen. Schreibende Aktionen wie Nachrichten zu einer Zuweisung kann ein Agent nur vorschlagen; sie werden erst wirksam, wenn eine Administratorin oder ein Administrator des Betriebs sie in der Oberfläche freigibt.

Der Betrieb ist für die Auswahl, die Einrichtung und das Verhalten der Agenten verantwortlich, denen er einen API-Schlüssel überlässt, sowie für deren Umgang mit den abgerufenen Daten. Er hält API-Schlüssel geheim, vergibt nur die benötigten Berechtigungen und widerruft einen Schlüssel unverzüglich, wenn er nicht mehr benötigt wird oder Unbefugte ihn kennen könnten. Ein Widerruf wirkt ab dem nächsten Aufruf.

KI-Funktionen und Agenten-Schnittstellen dürfen nicht genutzt werden, um Personen zu bewerten, einzustufen oder auszuwählen (etwa bei der Personalauswahl oder zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit), um Profile über Kunden zu bilden oder geschützte Merkmale abzuleiten, um Berechtigungen, Kontingente oder Freigabesperren zu umgehen oder um rechtswidrige Inhalte zu erzeugen oder Daten ohne Berechtigung zu verarbeiten. Bei einem Verstoß kann der Anbieter betroffene API-Schlüssel widerrufen und den Zugang vorübergehend sperren; weitere Rechte bleiben unberührt.

Die Nutzung von KI-Funktionen und Agenten-Schnittstellen ist je Zeitfenster mengenmäßig begrenzt. Ist eine Grenze erreicht, werden weitere Aufrufe bis zum Ende des Zeitfensters abgelehnt; bei Aufrufen über die Schnittstellen wird mitgeteilt, ab wann sie wieder möglich sind. Zusätzlich ist die Zahl gleichzeitig offener Freigabevorschläge je Person begrenzt; weitere Vorschläge sind wieder möglich, sobald offene Vorschläge entschieden oder abgelaufen sind.

An Entwürfen, die auf Grundlage seiner Eingaben entstehen, stehen dem Nutzer im Verhältnis zum Anbieter die Nutzungsrechte für seine Zwecke zu, soweit keine Rechte Dritter entgegenstehen. Eingebrachte Inhalte bleiben in der Rechtsinhaberschaft des Nutzers.

Der Anbieter kann einzelne KI-Funktionen ändern, ersetzen oder vorübergehend abschalten, etwa aus Gründen der Sicherheit, der Rechtslage oder der Qualität, soweit der vereinbarte Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird. Für KI-gestützte Funktionen gilt die Haftungsregelung in Abschnitt 8; zwingende Rechte von Verbrauchern bleiben unberührt.

Freiwillig angegebene Präferenzen, die für faire Angebotsvorschläge genutzt werden, können jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

8. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und nach dem jeweils anwendbaren Produkthaftungsrecht.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

Für die zwischen Kunden und Betrieben geschlossenen Verträge sowie für die von Betrieben erbrachten Handwerksleistungen haftet der Anbieter nicht.

9. Laufzeit und Kündigung

Kostenfreie Konten können von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Frist beendet werden.

Kostenpflichtige Tarife haben die bei Vertragsschluss ausgewiesene Laufzeit und Kündigungsfrist: [Laufzeit und Kündigungsfrist]. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten des Betriebs noch 30 Tage lang für den Export bereit; derzeit umfasst der ZIP-Export die Kontostammdaten, weitere Datenkategorien werden mit Aktivierung der jeweiligen Funktion ergänzt. Nach Ablauf dieser Frist werden personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung gelöscht oder anonymisiert. Rechnungs- und buchführungsrelevante Daten bleiben hiervon ausgenommen, soweit und solange gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen (Art. 17 Abs. 3 lit. b DSGVO).

Gegenüber Betrieben, die in den Anwendungsbereich der Verordnung (EU) 2019/1150 (P2B-Verordnung) fallen, teilt der Anbieter Einschränkungen oder Sperrungen des Kontos unter Angabe der Gründe mit. Eine ordentliche Beendigung durch den Anbieter erfolgt in diesen Fällen mit einer Frist von mindestens 30 Tagen, soweit keine gesetzliche Ausnahme vorliegt.

10. Änderungen der AGB und der Preise

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen, soweit dies aufgrund geänderter Rechtslage, Rechtsprechung oder Weiterentwicklung der Plattform erforderlich ist und die Nutzer dadurch nicht unangemessen benachteiligt werden.

Änderungen der AGB oder der Preise werden den Nutzern mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb der in der Ankündigung genannten Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Partei das Vertragsverhältnis zum Wirksamwerden der Änderung beenden.

11. Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht bei kostenpflichtigen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten ergeben sich aus der bei Vertragsschluss bereitgestellten Widerrufsbelehrung: [Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufsformular ergänzen].

12. Schlussbestimmungen

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts (insbesondere Österreich, Deutschland oder die Schweiz) entzogen wird.

Ist der Nutzer Unternehmer im Sinne des § 1 Unternehmensgesetzbuch (UGB) bzw. des § 1 Konsumentenschutzgesetz (KSchG), ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag das sachlich zuständige Gericht am Sitz des Anbieters in Wien. Für Klagen gegen Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

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